Beim Abschluss oder Wechsel einer Kfz-Versicherung stellt sich vielen Fahrzeughaltern die Frage, welche Informationen und Dokumente tatsächlich benötigt werden. Für einen aussagekräftigen Kfz-Versicherungsvergleich werden neben dem Fahrzeugschein und der letzten Beitragsrechnung auch persönliche Angaben wie Geburtsdatum, Führerscheindatum sowie fahrzeugspezifische Daten wie Herstellerschlüssel und Typschlüssel benötigt. Ohne diese vollständigen und korrekten Daten kann kein genauer Tarifvergleich erstellt werden.

Die Anzahl der erforderlichen Informationen mag auf den ersten Blick umfangreich erscheinen, doch jede Angabe hat direkten Einfluss auf die Beitragshöhe. Von der Postleitzahl des Halters über die jährliche Fahrleistung bis hin zur Art der nächtlichen Unterbringung des Fahrzeugs – all diese Faktoren werden von Versicherern zur Risikobewertung herangezogen. Eine unvollständige oder fehlerhafte Datenangabe kann dazu führen, dass günstigere Tarife übersehen werden.
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Dieser Artikel zeigt systematisch auf, welche Unterlagen Fahrzeughalter bereithalten sollten und welche Angaben für einen präzisen Versicherungsvergleich erforderlich sind. Zudem werden besondere Faktoren erläutert, die sich positiv auf die Beitragshöhe auswirken können und bei der Tarifberechnung berücksichtigt werden sollten.
Notwendige Angaben und Unterlagen für die Kfz-Versicherung
Für den Abschluss einer Kfz-Versicherung sind präzise Fahrzeugdaten, persönliche Informationen des Versicherungsnehmers sowie Angaben zum gewünschten Versicherungsschutz erforderlich. Diese Daten ermöglichen es der Versicherung, den passenden Tarif zu berechnen und die Versicherungspolice korrekt auszustellen.
Angaben zum Fahrzeug: Fahrzeugdaten und Fahrzeugpapiere
Die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) bildet die Grundlage für alle notwendigen Fahrzeugdaten. Aus diesem Dokument entnimmt die Versicherung wesentliche Informationen wie den Herstellerschlüssel (HSN) und den Typschlüssel (TSN), die auch als KBA-Nummer bezeichnet werden.
Weitere relevante Angaben umfassen das Datum der Erstzulassung, die Fahrzeugidentifikationsnummer und die Motorleistung. Der Kilometerstand wird für die Berechnung der jährlichen Fahrleistung benötigt. Bei der Neuanmeldung eines Fahrzeugs ist zusätzlich die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) vorzulegen.
Die Fahrzeugpapiere müssen alle aktuellen technischen Daten des Fahrzeugs enthalten. Bei Sonderkonstellationen wie einem Saisonkennzeichen sind ergänzende Angaben zum Nutzungszeitraum erforderlich.
Persönliche Daten des Versicherungsnehmers
Der Versicherungsnehmer muss sich durch einen gültigen Personalausweis oder Reisepass legitimieren. Zu den erforderlichen persönlichen Angaben gehören Name, vollständige Adresse und Geburtsdatum. Diese Informationen dienen der eindeutigen Identifizierung und der korrekten Zuordnung der Versicherungspolice.
Die Bankverbindung wird für die Abbuchung der Versicherungsbeiträge per SEPA-Lastschrift benötigt. Besteht bereits eine Kundennummer bei der Versicherung, beschleunigt dies die Datenerfassung. Der Fahrzeughalter kann vom Versicherungsnehmer abweichen, weshalb beide Parteien klar benannt werden müssen.
Bei einem Versicherungswechsel sind zusätzliche Angaben zur bisherigen Versicherungshistorie erforderlich. Die frühere Versicherung stellt diese Informationen in der Regel über eine Bestätigung bereit.
Angaben zum Versicherungsumfang und gewünschte Leistungen
Versicherungsnehmer müssen zunächst zwischen Kfz-Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko wählen. Die Kfz-Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben, während Kaskoversicherungen zusätzlichen Schutz bieten. Nach Abschluss der Versicherung wird die elektronische Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) ausgestellt, die für die Fahrzeugzulassung zwingend erforderlich ist.
Verschiedene Versicherungstarife bieten unterschiedliche Deckungsummen und Zusatzleistungen. Zu den optionalen Leistungen zählt beispielsweise ein Schutzbrief, der Pannenhilfe und weitere Services umfasst. Die gewählten Leistungen beeinflussen die Höhe der Versicherungsprämie direkt.
Die evb nummer erhält der Versicherungsnehmer unmittelbar nach Vertragsabschluss, meist per E-Mail oder SMS. Dieser Code besteht aus sieben Zeichen und dient als Nachweis des bestehenden Versicherungsschutzes gegenüber der Zulassungsstelle.
Besondere Faktoren zur Beitragsermittlung und Einfluss auf den Versicherungsvergleich
Der Versicherungsbeitrag wird durch zahlreiche zusätzliche Merkmale bestimmt, die über die Basis-Tarifkriterien hinausgehen. Diese Faktoren ermöglichen eine individuelle Beitragskalkulation und sollten bei jedem Kfz-Versicherungsvergleich berücksichtigt werden.
Fahrerkreis, Fahrleistung und Nutzungsdetails
Die Anzahl der Fahrer beeinflusst die Versicherungsprämie erheblich. Wird das Fahrzeug ausschließlich vom Versicherungsnehmer genutzt, gewähren Versicherer oft einen Einzelfahrerrabatt. Dieser entfällt, sobald weitere Personen als Fahrer eingetragen werden.
Besonders bei Fahranfängern steigt das Unfallrisiko deutlich an. Deshalb führt die Aufnahme junger Fahrer unter 25 Jahren in den Fahrerkreis zu spürbaren Beitragssteigerungen. Das Alter des jüngsten Fahrers spielt dabei eine zentrale Rolle in der Risikobewertung.
Die jährliche Fahrleistung bestimmt ebenfalls die Prämienhöhe. Wenigfahrer mit weniger als 10.000 Kilometern pro Jahr profitieren von Rabatten, da geringere Fahrleistung ein niedrigeres Unfallrisiko bedeutet. Die Fahrzeugnutzung wird zwischen privat und gewerblich unterschieden – gewerbliche Nutzung erhöht den Versicherungsbeitrag aufgrund höherer Laufleistungen und Einsatzhäufigkeit.
Zusätzlich wirken sich Details wie Finanzierung oder Leasing aus. Finanzierte Fahrzeuge erfordern häufig umfassendere Versicherungsleistungen, was Vergleiche komplexer macht.
Vorversicherung, Schadenfreiheit und Rabatte
Die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) stellt einen der wichtigsten Faktoren zur Beitragsberechnung dar. Sie dokumentiert die Anzahl unfallfrei gefahrener Jahre. Jedes schadenfreie Versicherungsjahr verbessert die SF-Klasse und senkt den Beitrag durch höhere Schadenfreiheitsrabatte.
Der Schadenfreiheitsrabatt variiert zwischen Versicherern erheblich. Während die SF-Klasse standardisiert ist, legt jeder Versicherer eigene Prozentsätze fest. Ein Versicherungsvergleich offenbart hier deutliche Unterschiede bei identischer SF-Klasse.
Bei einem Versicherungswechsel oder Fahrzeugwechsel lässt sich die erworbene SF-Klasse übertragen. Die letzte Beitragsrechnung dient als Nachweis der bisherigen Einstufung. Für einen Zweitwagen gelten Sonderregelungen – viele Versicherer bieten eine günstige Einstufung, wenn bereits ein Erstwagen versichert ist.
Weitere Rabatte ergeben sich aus der Zahlungsweise: Jährliche Zahlung ist günstiger als monatliche Raten. Mitgliedschaften wie Automobilclub oder Bahncard, aber auch absolvierte Fahrsicherheitstrainings können zusätzliche Nachlässe bringen.
Weitere Einflussgrößen auf den Versicherungsbeitrag
Persönliche Merkmale wie Familienstand und Berufsgruppe fließen in die Kalkulation ein. Verheiratete gelten statistisch als umsichtiger. Bestimmte Berufsgruppen wie Beamte oder Angestellte des öffentlichen Dienstes erhalten Sonderkonditionen.
Wohneigentum signalisiert Versicherern finanzielle Stabilität und senkt das Risiko von Zahlungsausfällen. Einige Versicherer honorieren dies mit reduzierten Beiträgen. Der Vertragsstatus und das aktuelle Versicherungsjahr bestimmen zudem die Kündigungsfristen beim Versicherungswechsel.
Bei der Schadensregulierung unterscheiden Versicherer zwischen Zeitwert und Wiederbeschaffungswert. Der Wiederbeschaffungswert orientiert sich am aktuellen Marktwert eines gleichwertigen Fahrzeugs, während der Zeitwert die Altersentwertung berücksichtigt. Diese Bewertungsgrundlage beeinflusst die Kaskoprämie.
Die Hauptuntersuchung hat keinen direkten Einfluss auf den Beitrag, dokumentiert aber den Fahrzeugzustand. Beim Kfz-Versicherungsvergleich sollten alle genannten Faktoren vollständig angegeben werden, um realistische Angebote zu erhalten.
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